Was kostet Stefan Mross? SWR mauert

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(15.09.2026) Ob „Watzmann ermittelt“, die „Wapo“ auf Bodensee und Elbe unterwegs ist oder im „Tatort“ ermittelt wird – TV-Produktionen kosten Geld. Kalkuliert wird in Minutenpreisen. Mit diesen geht Das Erste überaus offen und öffentlich um: Eine Minute „Tatort“ liegt im Schnitt bei 21.500 Euro brutto. Dagegen sind Produktionen wie „Klein gegen Groß“ oder auch „Die Feste mit Florian Silbereisen“ mit durchschnittlich knapp 7.000 Euro pro Minute echte Schnäppchen.

Für all das werden die monatlichen Gebührengelder eingesetzt. Mit dieser zuverlässigen Einnahmequelle mussten und müssen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der ARD haushalten. Dass diese Haushaltsplanungen in der Vergangenheit und über viele Jahre nicht immer wirtschaftlich und nachhaltig erfolgten, zeigt der seit Monaten kommunizierte Sparzwang.

Sparzwang trifft „Immer wieder sonntags“

Das jüngste Opfer der Sparpolitik heißt „Immer wieder sonntags“. Die beliebte TV-Live-Show am Sonntagvormittag wurde trotz zuverlässiger Quoten aus Spargründen eingestellt. Enttäuschung und Kritik der Zuschauer sind groß.

RadioBW.Schlager1 hat bei der ARD Programmdirektion nachgefragt, wie hoch denn die Minutenpreise für „Immer wieder sonntags“ sind. Diese konnte zwar zu allen übrigen Formaten bereitwillig Auskunft geben, verwies in Sachen „Immer wieder sonntags“ und auch beim „Schlagerspaß mit Andy Borg“ aber auf den SWR.

SWR verweigert Aussage zu Minutenpreisen

Deshalb unsere Nachfrage beim SWR – konkret und einfach zu beantworten: Wenn eine „Tatort“-Minute rund 21.500 Euro kostet, was kosten ein Stefan Mross am Sonntagvormittag live und ein Andy Borg aufgezeichnet am Samstagabend?

Die Antwort überrascht: „Zu vertraglichen Vereinbarungen können wir keine Auskunft geben, da diese eine vertrauliche Angelegenheit zwischen dem SWR und dem Produzenten sind.“ – Das bedeutet: Die ARD und ihre Landesrundfunkanstalten machen bereitwillig Angaben zu den Kosten sämtlicher ihrer Formate – nur der SWR sieht sich nicht imstande, dem Gebührenzahler klare Antworten über die entstandenen und entstehenden Kosten für bestimmte Produktionen zu geben.

Sendung absetzen oder günstiger produzieren?

Mehr noch: Wenn es vertragliche Vereinbarungen zwischen Sender und Produktionsunternehmen geben sollte: Warum bemüht man sich – wie im Fall von „Immer wieder sonntags“ – bei guten Quoten und einem treuen Publikum nicht um eine günstigere Auftragsvergabe?

Die Antwort der Stuttgarter Kolleginnen und Kollegen hat vor dem Hintergrund des überraschenden Aus von „Immer wieder sonntags“ und der Kritik an der Entscheidung mehr als ein „Gschmäckle“. Es bleibt die Frage, warum eine öffentlich-rechtliche Behörde wie der SWR auf Transparenz gegenüber dem Gebührenzahler verzichtet?

3 thoughts on “Was kostet Stefan Mross? SWR mauert”

  1. Mohr sagt:

    Bin froh das dr weg ist,

  2. Andrea sagt:

    Die Quoten zeigen dass Interesse da ist.
    Es gibt Menschen ( Ältere , mit Handy cap )oder die Menschen welche das Haus nicht mehr verlassen können,
    An diese sollte man denken , denn morgen sind wir vlt diejenigen.
    Diese Menschen erleben 2 schöne Stunden, live Musik ,
    und Menschlichkeit.
    Ich würde diese Personen gerne kennenlernen, die solch eine Entscheidung treffen.
    Denkt einfach nochmal darüber nach…..

  3. Riedl Max sagt:

    Die Rechnung geht nicht ganz auf. Gerechterweise muss man

    auch den Eintritt gegenrechnen. Da jede Show ausverkauft ist und der Eintritt im Durchschnitt 40€ kostet, bringt jede Folge ca. 80-100.000 € an Einnahmen, mal 10-12 Shows reden wir von ca. 1 Million an Eintritt. Das Mack Imperium verlangt keine Miete, da Iws eine Superwerbung ist. Die Interpreten erhalten lediglich eine Aufwandsentschädigung, also, der SWR soll nicht so einen Quatsch
    erzählen, von wegen nicht finanzierbar.

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