Meinung von RadioBW.Schlager1 Programmchef Marc Fischer
(28.09.2026) Da geht er nun hin, der wohl berühmteste Strandkorb der Republik. Dass er bleiben könnte, daran glaubte bis zuletzt wohl nur einer: Philipp Amthor. Seit seinem Einzug ins Kanzleramt, jener mit sichtbarem Stolz bezeichneten „Regierungszentrale“, in der sich „jeder ein bisschen mehr reckt“ und in der wirklich „jeder Federstrich sitzen muss“, kam der überaus fett gezogene Schlussstrich unter ein Kapitel, das so nie hätte geschrieben werden dürfen.
Zu spät. Amthor ist eben Amthor. Der Bub aus den hinteren Reihen, der es wie kein anderer verstanden hat, sich parteipolitisch nach vorn zu kämpfen. Mit verbalen und stilistischen Ausdrucksformen, die er peinlich genau den Größen abgeschaut und schließlich einstudiert hat.
Sie passen genau so wenig zur Figur des Philipp Amthor wie ein Strandkorb auf eine der vielen Terrassen des Kanzleramts. Doch genau hier schließt sich der Kreis: Es kam zusammen, was eigentlich nicht zusammengehört.
Das entspricht ein wenig der Koalition in Berlin. Allerdings ist ein Strandkorb schneller entsorgt.


